Die HU-Plakette richtig lesen — und was bei Überziehung passiert
Zwei Zahlen und eine Farbe sagen alles über den nächsten HU-Termin. Wer sie lesen kann, verpasst die Frist nicht — und spart sich den Zuschlag für die vertiefte Untersuchung.

Die runde Plakette auf dem hinteren Kennzeichen ist kein Aufkleber, sondern ein amtliches Dokument im Kleinformat. Sie enthält alles, was Behörden und Polizei auf einen Blick wissen müssen — und ist für viele Autofahrer trotzdem ein Rätsel.
Die Zahl in der Mitte ist das Jahr
In der Mitte der Plakette steht das Jahr, in dem die nächste Hauptuntersuchung fällig wird. Am Rand laufen die Zahlen 1 bis 12 für die Monate. Der Monat, der auf der Zwölf-Uhr-Position steht, ist der Fälligkeitsmonat — die Plakette wird beim Anbringen entsprechend gedreht. Steht die 9 oben, ist im September Schluss.
Die Farbe verrät das Jahr aus der Ferne
Sechs Farben wechseln sich in einem Sechsjahreszyklus ab. Das ist kein Selbstzweck: Eine Kontrolle erkennt so schon aus einigen Metern Entfernung, ob eine Plakette aus dem falschen Jahr stammt, ohne die Zahlen entziffern zu müssen.
Und wenn der Termin verstrichen ist?
Seit Juli 2012 wird eine überzogene HU nicht mehr rückdatiert — Sie verlieren also die verstrichene Zeit. Wer die Frist um mehr als zwei Monate überzieht, muss zudem mit einer vertieften Untersuchung und einem entsprechenden Gebührenaufschlag rechnen. Ab vier Monaten kommt ein Bußgeld dazu, ab acht Monaten auch ein Punkt.


